Ein wenig Geschichte … die Messe und die Mikrotechnik

Ursprünglich (erste Messe 1970) zur Förderung der Uhrmachertechnik und der Mikromechanik gegründet, wurde die Micronora 1976 genau wie die von der Uhrenkrise betroffene Industrie auf die Präzisionstechnik umgestellt.

Die Mikromechanik und die Mikroelektronik fanden bei den Produkten immer mehr Einsatz.  Deshalb hat die Micronora 1980 ihren Auftritt erneut verfeinert und die Bezeichnung Mikrotechnik-Messe gewählt.

Micronora logo

Der Name Micronora setzt sich aus folgenden Elementen zusammen:

Definition von Mikrotechnik

Unter Mikrotechnik versteht man die Gesamtheit der technischen Verfahren, die zur Entwicklung, Schaffung, Herstellung oder Verwendung von Bauteilen, Systemen oder Geräten mit kleinen Abmessungen und/oder hoher Präzision zum Einsatz kommen.

Die Skala der Mikrotechnik beginnt beim Mikrometer (d. h. 10-6 Meter) und endet beim Millimeter. Nach unten schließt sich die Nanotechnologie an und nach oben die Mechanik.

Es handelt sich um einen multitechnologischen  Bereich, da mikrotechnische Systeme aus mechanischen, elektronischen, optischen und IT-Elementen bestehen können.

Mikrotechnik:
welche Märkte sind betroffen?

Das Konzept der Mikrotechnik entspricht den Anforderungen aller Märkte, die um Kostensenkungen bemüht sind und immer leistungsfähigere Produkte anbieten wollen, die immer kleiner, präziser und intelligenter sind.

Ein konkretes Beispiel ist das „Mobiltelefon“:

Der erste Anruf mit einem Mobiltelefon erfolgte am 3. April 1973 mit einem Motorola DynaTAC, einem Gerät mit einem Gewicht von etwas mehr als einem Kilogramm und einer Akkulaufzeit von 20 Minuten.

Heute sind Mobiltelefone immer kompakter, intelligenter und leistungsfähiger. Ohne die Mikrotechnik hätte es Smartphones nie gegeben.

Mikrotechnik:
welche Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten?

Die Mikrotechnik stellt ein breit gefächertes Konzept dar, das sich über mehrere Kompetenzbereiche und Industriesektoren erstreckt. Wir haben in unserem Alltag mit vielen Produkten zu tun, die Mikrotechnik enthalten.

Weitere Beispiele für Produkte und Aktivitäten:

  • Zeitmessung (Armband- und Wanduhren, Chronometer…)
  • Sensoren und Messgeräte (Präzisionswaagen, Mikrometer, Stromzähler, Messschieber …)
  • medizinische Geräte (Analysegeräte, Herzschrittmacher usw.)
  • optische Geräte (Fotoapparate und Filmkameras)
  • Elektrohaushaltsgeräte (Mixer, Geschirrspüler, Waschmaschine, Radio, Fernseher, …)
  • Informatik und Bürokommunikation (Computer, Drucker, Kopierer, Frankiermaschinen usw.)
  • elektronische Zahlungssysteme (Geldwechsler, Geldautomaten, Magnetkartenleser, Fahrkartenautomaten)
  • Bauteile von geringer Größe (Mikroroboter, Motoren, Mikroschalter, Sensoren, Steckdosen)

Definition der Nanotechnologie

Die Nanotechnologie umfasst die Gesamtheit der technologischen Verfahren, bei der Objekte im Nanometerbereich gehandhabt werden.

1 Nanometer = 0,000000001 = 10-9 Meter oder ein Milliardstel eines Meters.

Unter diesem Begriff werden alle Disziplinen zusammengefasst, die auf der Skala des Atoms oder des Moleküls arbeiten (d. h. auf einer Skala, die 30.000-mal kleiner ist als der Durchmesser eines Haares), mit dem Ziel, neue Materialien oder Verfahren zu schaffen.

Nanotechnologie:
welche Märkte sind betroffen?

Die Nanotechnologie (oder Nanowissenschaft) erstreckt sich über mehrere wissenschaftliche Disziplinen wie Optik, Biologie, Gesundheit und Medizin, Elektronik, Mechanik und Chemie, bei denen Objekte im Nanometerbereich gehandhabt werden.

Nanotechnologie:
welche Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten?

Die Nanotechnologie betrifft alle Branchen und umfasst ein erhebliches Entwicklungs- und Anwendungspotenzial, insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Biotechnologie, Werkstoffe sowie Informations- und Kommunikationstechnologien.

Anwendungen der Nanotechnologie wirken sich bereits jetzt auf das Leben jedes Einzelnen aus und dürften zur Erhaltung oder zum Wachstum des Geschäfts in den meisten Produktionssektoren beitragen: Sie werden für universelle und immer schnellere Kommunikationsmittel, wirksame und zielgerichtete Medikamente, sparsame und effiziente Werkstoffe sorgen.

Zu den vielversprechendsten Ergebnissen, die zu erwarten sind, gehören Lösungen für große Herausforderungen im Bereich des Managements natürlicher Ressourcen und der Umwelt.

Informationen von
Mikrotechnik-Experten erhalten

Ein Wettbewerbscluster, ein Forschungslabor und eine Ingenieurschule zu Ihren Diensten.

PMT: Wettbewerbscluster

Der von der französischen Regierung seit 2005 als Wettbewerbscluster ausgezeichnete PMT verfolgt unter Federführung von Industriefachleuten das Ziel, Unternehmen mit mikrotechnischem Know-how im Hinblick auf verschiedene Märkte zu vertreten, zu führen und zu vereinen.

Auch wenn die Mikrotechnik allgegenwärtig ist, hat der PMT zwei Cluster geschaffen, um den Bedürfnissen seiner Mitglieder gerecht zu werden. Der erste davon, INNOV’HEALTH ist auf den Gesundheitssektor ausgerichtet, während der zweite, AEROµTECH, den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung gewidmet ist.

Das Institut FEMTO-ST

Mit über 750 Mitgliedern gehört das Institut FEMTO-ST (Franche-Comté Electronique Mécanique Thermique et Optique – Sciences et Technologies) zu den größten öffentlichen Labors für Ingenieurwissenschaften in Frankreich.

Durch die Kombination wissenschaftlicher Gebiete wie Automatisierung, Akustik, Energie, Elektrotechnik, Informatik, Werkstoffe, Mechanik, Mechatronik, Mikrosysteme, Nanotechnologie, Optik und Zeit-Frequenz zielt die Forschung auf die Beherrschung der Mikro- und Nanotechnologie sowie die Integration von Funktionen sowie die immer dichtere engere Integration von Intelligenz für die Entwicklung von Komponenten und Systemen mit optimiertem Leistungsvermögen.

Diese Arbeiten reichen von der Grundlagenforschung bis hin zu zahlreichen Anwendungen in Bereichen wie Mikrotechnik, Telekommunikation, Transport, Energie, IT, Messtechnik und Gesundheit.

Das in Besançon, Belfort und Montbéliard präsente Institut FEMTO-ST ist an die Hochschulen der Region Bourgogne Franche-Comté (Université de Franche-Comté, Université de Bourgogne Franche-Comté, Ecole Nationale Supérieure de Mécanique et des Microtechniques, Université de Technologie Belfort-Montbéliard) und an das CNRS angeschlossen.

DIE ENSMM: Ecole Nationale Supérieure de Mécanique et des Microtechniques

Die ENSMM ist die einzige Ingenieurschule in Frankreich mit einem starken Fokus auf Mikrotechnik.

Sie bildet jährlich über 250 weltweit anerkannte Ingenieure im Bereich der Mikro- und Nanotechnologie aus.